Sonntag, 11. Oktober 2015

Ausflug nach Ocotlan und San Martin Tilcajete

Am Freitag ( 9.10. ) ging es nach Unterrichtsschluss zu dritt nach Ocotlan, auf den immer freitags stattfindenden Markt. Die Suche nach einem Colectivo war ein Kinderspiel und nach ca. 1 h Fahrt mit Zwischenstopp zwecks Volltanken ( Super der Liter etwa 1Euro) erreichten wir für 25 Pesos pro Person unser Ziel. Hier ein paar Eindrücke:

                                            
                                                Obere Reihe: verschiedene Sorten Chili
Trockenfisch
                                                 


Litschis
  




Hinter dem Markt befindet sich eine Kirche, die noch benutzt wird. Das ehemalige Dominikanerkloster beherbergt ein Museum mit Bildern des Malers Rudolf Morales sowie weiteres Kunsthandwerk aus der Gegend und der Kolonialzeit der Spanier.
 












Es gelang uns ebenfalls das Wohnhaus des Malers Rudolf
Morales zu besichtigen. Sein Neffe zeigte uns den Garten, die Küche, die Bildergalerie - Morales malte Aspekte seiner Heimat und sponserte die Rekonstruktion historischer Gebäude. Seine künstlerische Art bei Wandgemälde ähnelte der von Diego Rivera.











 
Auf dem Rückweg machten wir in dem kleinen, beschaulichen und ruhigen Dorf  San Martin Tilcajete Halt. Dort stellt nahezu jede Familie in ihrem Haus die bunt bemalten Holzfiguren her.
                                   

                                   
Um wieder Anschluss an die colectivos nach Oaxaca zu haben, fuhren wir mit einem solchen Zubringer auf die Hauptstraße : hinten sitzen 3 Personen!Ach ja die gibt es auch noch abgefrackter.

Angekommen in Oaxaca gingen wir mit den anderen Abschluss feiern: in eine Bar, eine Mezkal eris und in die Salsa bar Candela.
Am nächsten Morgen gab es 9:30 Frühstück und gegen zwölf schaffte ich es dann, aus dem Haus zu gehen.
 

 

Montag, 5. Oktober 2015

Oaxaca- Begegnungen und Kulinarisches

Die Woche deutscher Kinofilme in Oaxaca wurde heute mit dem Film "Wir sind jung, wir sind stark" von Burhan Qurbani eröffnet.
Es erzählt von den Ausschreitungen im Jahre 1992 in Rostock- Lichtenhagen. Sehr gute schauspielerische  Besetzung mit Devid Striesow, Jonas Nay, Thorsten Merten, Axel Pape und Trang Le Hong.  Spanische Untertitel, der Saal war immerhin zur Hälfte gefüllt. Der Film macht betroffen und sehr nachdenklich angesichts der momentanen Lage in Deutschland. Ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen bereichert doch unser endliches Leben.
 Tief bewegt auf dem Weg in meine Unterkunft wurde ich plötzlich durch eine sich versammelte Menschenmenge aus meinen Gedanken gerissen und sah das Kontrastprogramm, ich musste das Handy zücken und es kurz aufnehmen, Sekunden später war ich selbst dabei. Es lebe das Leben!


Ich möchte natürlich auch vom Essen berichten und da ich bei einer Gastfamilie lebe, werde ich mit Frühstück und einer Hauptmahlzeiten (comida), das immer 14: 30 Uhr gemeinsam eingenommen wird, beköstigt.
5.10.
So gedeckt war der Tisch und begonnen wurde mit Obst, der Frucht Guayaba. (Guave)
Als nächstes kam die Suppe auf den Tisch, gekocht aus Kichererbsenpaste, an gebratenen Zwiebeln, Minze und mit Salz gewürzt.

Als nächstes aßen wir das Hauptgericht: Gemüse mit Portulak, Zwiebeln und
grünem Kürbis sowie Rindfleisch in grünen Tomaten und Koriander geschmort 
Pikante Salsa Soße, Schafskäse, oder den OaxakakäseTortilla dazu
Den Abschluss bildete das gekühlte Desert: Gebäck mit gemahlenem Kaffee vermischt uns mit einer Soße aus gesüßt Kondensmilch, Milch und Lemonensaft überzogen
Die grüne Färbung des Wassers entsteht durch Zugabe von Ananas, Limone und Sellerie!
6.10.
Auch durch  Zugabe der Guaven Frucht entsteht ein schmackhafter Durstlöscher.
Die Suppe besteht aus Porree, Kartoffelstücken, Koreander,  das ganze wird mit Zitronensaft und pikanter Salsa Sauce abgeschmeckt, und mit Avocado und Schafskäse gegessen.
Den sich anschließenden Hauptgang bildeten Minirouladen gefüllt  mit Käse und
chapulinas (Heuschrecken), serviert mit Salat.
Kandierte Kürbis-und Sesamkerne gab es als Desert.
Der Teller ist etwas zu klein für die in einem Bananenblatt eingewickelte Tomalis: Maisbrei mit Mole de Oaxaca und Geflügelfleisch

 Der Hauptbestandteil dieses Gerichts ist grüner Kürbis, die weißen Streifen sind eine Art Schafskäse

Der Name dieser Frucht ist eine níspero,  oder Japanische Wollmispel.
Der schwarze Brei ist keine rote Grütze sondern schwarze Bohnen, als deftiges Frühstück
Dieses Frühstück  besteht  noch aus Eiern und gebratenen Feigenkaktusblättern
Mit einer Freundin im Taccorestaurant: Ich hatte ja bereits 14:30 mein umfangreiches Essen hinter mir, so dass ich mir lediglich etwas kleines bestellte, 2 Tortillas, Rosane aß einen großen Tacco gefüllt mit Hühnchenfleisch. Das Getränk ist aus Hibiskusblüten gemacht.
                                 

                                                 


Sonntag, 4. Oktober 2015

Oaxaca - unterwegs als Ökotourist


Jeden Tag in der belebten Stadt zu sein, ist auch nicht mein Ding. Daher wollte ich mich am Wochenende mal auf die noch relativ unbekannten Spuren des Ökotourismus in der Umgebung von Oaxaca begeben. Am liebsten nicht allein, aber es fand sich keiner. Dennoch wollte ich das Abenteuer wagen. Ich musste mich belesen, meine Gastmutti und die Leiterin der Sprachschule befragen. Die größte Herausforderung stellte der Weg dahin dar. Also entschied ich mich, am Freitag die Strecke von der Wohnung zum Monument Benito Juarez, von welchem aus die Taxis colectivos in die von mir ausgewählte Bergregion abfahren, zu testen.
Doch welchen  Bus nehmen? Vielleicht sollte ich mir diese Nummer für die Rückfahrt merken?
                  
Natürlich fuhr der Bus nicht direkt zum  Monument, was ich erkannte, als er abbog. Irgendwie verstand der Busfahrer mich dann und ließ mich an einer Stelle aussteigen, von der es nicht mehr weit zu Fuß war. Die Strecke erschien mir dennoch ziemlich lang, aber nun musste ich an der riesigen Kreuzung die Stelle finden, wo die colectivos in Richtung Bergregion fuhren.
Von hier oder dort? 

 Warum wurde hier die Straße blockiert?
Das erfuhr ich erst auf der Rückfahrt in Richtung Zentrum, nachdem meine Suche erfolgreich verlaufen war,  ich hatte mich durchgefragt.
Am 2. Oktober wird an Studentenproteste vor Jahren erinnert, die damals eher friedlich waren, heutzutage werden Glasfronten von Gebäuden mit Bankautomaten,Autohäusern, Autoscheiben von Neuwagen mit Steinen zertrümmert. Ich habe es selbst gesehen,als ich gemeinsam mit einer Frau nach meiner ersten Fahrt in einem Taxi colectivo (jeder der bis zu 5!!! Mitreisenden zahlt 10 pesos) ausgestiegen bin. Dafür haben die Menschen kein Verständnis. Wo saß ich? Natürlich dort, wovor meine Lektüre gewarnt hatte - zwischen Fahrer und Beifahrer! 
Am nächsten Morgen machte ich mich nach dem Frühstück auf den Weg und ein Bus Fahrer gab mir einen tollen Umsteigetip in Englisch, so dass ich schnell am Monument War,  leider an besagter Stelle wartete kein Colectivo auf mich, dafür kam ein Minibus mit Leuten aus Tuxtepec, die auf der Heimfahrt waren.
Statt der 80 Pesos zahlte ich dann nur die Hälfte ( immer noch den doppelten Preis eines Colectivo ) entweder weil wir netten small talk machten oder weil mich der Fahrer 8 km zu spät aussteigen ließ. Das Ende musste ich wieder zurück - gemeinsam mit einer Frau und ihrem Sohn kletterte ich in einen Transportanhänger eines Colectivo, ich saß so, dass ich bei einer scharfen Bremsung in einer Kurve, derer es viele gab, als erste in hohem Bogen raus geflogen wäre. Sehr abenteuerlich, ich war heilfroh, als ich aussteigen durfte und in der Information meine Unterkunft, Hin - und Rückfahrt zum Ökopark und meinen Wanderführer bezahlen konnte.
                           
Nach einer knappen Stunde Warten wurde ich abgeholt:





Diesmal saß ich aber sicher vorn.

Und nun Bilder vom Ökopark und meiner Unterkunft:
 


Ein sumpfigen Biotop auf dem Gelände.




Ich konnte mein erstes eigenes Kaminfeuer anzünden, aber leider vergaß  ich noch im Hellen mir zusätzliches Holz rein zu holen -  und auch die rote Taschenlampe hatte ich vergessen. Die Dusche hatte im Gegensatz zu Oaxaca einen starken Wasserdruck und das Wasser wurde auch prima heiß  und so saß  ich vor dem Feuer und solange es brannte, war mir warm, mit Sachen bekleidet ging es ins Bett. Oh ja es war kühl.
Aber was hatte ich am Nachmittag gemacht? Ich unternahm eine Bergwanderung dieses Wort trifft es am besten, denn es ging ziemlich steil auf über 3000 m hinauf, aber mein Wanderführer hatte Verständnis für meine gewünschten Päuschen. 
Die Anstrengung hatte sich gelohnt. 




Álvarez mein Wanderführer
Der Name der Bergspitze und die Zahl steht für eine trennende Markierung der Bergdörfer. 



                                     
Am Sonntag ließ ich mich zur Touristeninformation zurück fahren und auch die Anschlüsse mit Colectivo und Bussen klappte prima. Ich freute mich wieder im warmen Oaxaca gut angekommen zu sein.


Nicht mehr ganz so neu sah daß oben beschriebene Tansportcolectivo aus